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11.03.2026
Bürgergeld-Reform eine Kriegserklärung

Nein, meine lieben Leser der Kleine Philosoph – Boomer ist jetzt nicht verrückt geworden, ich lebe noch in Europa, nicht über dem großen Teich.

Gleichlautenden Wortlaut las ich in der Presse am 05.03.2026 im Zusammenhang mit der Abstimmung über die Regelung des Bürgergeldes.

Die Linke im Bundestag hat als Sachverständigen für die Anhörung im Bundestags-Ausschuss für Arbeit und Soziales den Bürgergeldempfänger und Aktivist Thomas Wasilewsiki eingeladen. Für ihn ist die Reform eine nie dagewesene  Kaltschnäuzigkeit und eine Kriegserklärung.

Ich kann dem zwar nicht folgen, habe mir habe überlegt, ob er hier der Feststellung von Paul Mongré ( (1868 - 1942), eigentlich Felix Hausdorff, deutscher Mathematiker (Mitbegründer der allgemeinen Topologie); unter Pseudonym Paul Mongré (à mon gré: nach meinem Wunsch, wie es mir gefällt) auch philosophischer Schriftsteller und Literat) folgt

„Der Krieg antwortet auf mehr Fragen, als gestellt wurden“.

(Quelle: Mongré, Sant’ Ilario. Gedanken aus der Landschaft Zarathustras, 1897)


Die wirkliche Frage war, „was ihn sprachlos machte, war die Begrüßung im Ausschuss. Beziehungsweise die Nicht-Begrüßung. In meiner Welt gibt man Gästen die Hand“, so Wasilewski.


Ich möchte jetzt nicht beurteilen, ob die Ausschussmitglieder in seiner Welt leben oder ihn eingeladen haben, um sachlich sich einen Überblick zu verschaffen. Fakt ist für mich nur, dass es hier um eine Frage des Anstandes geht, Knigge ist längst Vergangenheit. Hat also mit der Sache nichts gemeinsam.


Gleichzeitig bewunderte er die Prachtbauten in Berlin verbunden mit der Fragestellung, „ob der Staat solche Prachtbauten braucht und für die Außenwirkung so viel Geld ausgeben muss“.


Erstmal eine sozialistische Neidfeststellung, die neben der Sache liegt. Ich möchte auch diese Aussage nicht bewerten, denke nur, es muss nicht jeder in einem Einheitsbau wie in der DDR, in den Plattenbauten leben. Stelle man sich den Bundestag in einem Plattenbau vor!


Als er zum Ausschuss fuhr und gegangen ist, sah er überall Obdachlose. Ich kann ihm hier nachempfinden, denn ich war im Herbst vergangen Jahr in Köln und habe noch nie so viele Menschen auf der Straße liegen sehen, um die sich keiner kümmert. Bis heute bin ich gedanklich mit dem Problem beschäftigt, weil ich dies unter jeglicher Menschenwürde in einem so ausgeprägten Sozialstaat wie Deutschland sehe, natürlich auch überall sonst und der menschlichen Würde.


In meiner Naivität habe ich auf einen Post von unserer Bundestagspräsidentin Frau Klöckner – die eigentlich mehr Außenpolitikerin ist - in Facebook geantwortet, als sie medienwirksam wie immer, bei der Tafel in ihrer Naheheimat ausgeholfen hat. Ich kann meinen Lesern jetzt nicht die Frage beantworten, ob die Aushilfe für die Pressedarstellung war oder operativ wirksam. Ich fragte Frau Klöckner, lesen sie eigentlich was Sie schreiben oder schreiben lassen oder dient es nur der Selbstdarstellung. Wenn wir einen solchen super Sozialstaat haben, wie von Ihnen in Ihrem Post behauptet, frage ich mich kausal, wieso müssen Menschen zur Tafel und wieso ist die Tafel überhaupt notwendig“?

Daraufhin bekam ich einige Stellungnahmen zu meinem Beitrag und zusätzlich sehr viele Bestätigungen per Fingerzeig.


Frau Klöckner antwortete auch. Die Kommentarfunktion von mir wurde gesperrt und die Beiträge anscheinend im demokratiefreundlichen Verständnis, gelöscht.


Ich habe hierüber auch noch einmal in meinem ZwillingBlick Stehe dazu …….

!!!!! - https://www.jürgen-zwilling.de/article.php?id=1738&category=2 – ausführlich ausgeführt.

,

Hier haben wir jetzt die Teilung der sozialen Frage. Mit der Bürgergeldreform wird die Finanzierung mit allen Pflichten für die Steuergeldempfänger (Bürgergeldempfänger) geregelt, aber nicht die Ursache bekämpft.


Ein eindeutiger Beweis hier ist ein Blick auf die Straße, warum liegen die Menschen dort, bei diesem ausgeprägten Sozialstaat. Bevor wir einen Blick darauf werfen, meine Antwort: Weil wir unfähige Politiker, nur auf die eigene Darstellung oder Verdienst bedacht haben, die aber nicht auf Ursache der Probleme schauen, das könnte der Politikkarriere schädlich sein.


Ursachen sind:


  • Junge Menschen mit Problemen im Elternhaus
  • Absolut falsche Migrationspolitik – diese hört nicht bei der Aufnahme und Begrüßung auf
  • Haftentlassungen und fehlende Anschlusswohnung oder Arbeitsplatz
  • Fehlendes soziales Netzwerk, von der Familie angefangen – ausgestoßen auf die Straße
  • Physische und psychische Erkrankungen oder Sucht wie Alkohol oder Drogen
  • Arbeitslosigkeit mit hohen Schulden
  • Trennung/Scheidung – hier denken manche so einfach, dann setze ich alles aufs Spiel, kann ja mal kurz zum Amt gehen
  • Wohnungsmangel
  • usw usw usw


Liebe Politiker hier liegt der Ansatz im Sozialstaat, neben der Hilfe durch Bürgergeld. Frau Klöckner, können Sie mir als Bundestagspräsidentin – oder Außenpolitikerin -  sagen, wo der Ansatz für die Bekämpfung dieser Probleme liegt. Die Sozialarbeit ist hier mangels Kostenausstattung überfordert.


Vielleicht kann ja auch Herr Spahn hier einmal als Fraktionsvorsitzender mit dem „C“ im Namen und seiner einschlägigen Erfahrung nach einem Besuch einer Bürgergeldempfängerin, mit anschließendem Stärkungsessen, in der Preislage eines Monatsbudgets eines Bürgergeldempfängers einmal Antwort geben oder auch der top gestylte Philipp Amthor, wo eine Tageseinkleidung mehr kostet, als der Bürgergeldempfänger im Monat erhält.


Gerne stehe ich auch für eine Diskussion hier zur Verfügung oder einen Anruf. Frau Klöckner ruft doch von Ihrem Dienstwagen immer Bürger an. Sind das nur ausgewählte CDU-Parteimitglieder ohne eigene Meinung und Nickelfunktion, wie der „Dackel im Auto hinten in den siebziger Jahren“.


Politik ist dazu da, die Probleme an den Wurzeln zu lösen und den Menschen mehr Lebensqualität zu verschaffen, aber nicht für die Selbstdarstellung und Erhöhung der eigenen Lebensqualität, als Ziel der Politik.

Hier werden die Demokratie und unser Rechtsstaat geschädigt.

Der Sozialstaat ist das Fundament. Zerstört man diesen, ist der Rechtsstaat zerstört.


Auf die Änderungen der Bürgergeldreform gehe ich hier jetzt im Einzelnen nicht ein, da ich das bereits im Extra Zwillingsblick vom 07.06.2026 (https://www.jürgen-zwilling.de/article.php?id=1762&category=) gemacht habe,  sehe diese aber als größtenteils gelungen, man sollte nie vergessen der nicht selbstständige Arbeitnehmer*in oder Selbstständige, haben täglich auch ihre Verpflichtungen und müssen morgens oft sehr früh aufstehen, bei einem Arbeitstag manchmal bis in die Nacht geht, inklusiv Wochenenden.


 











 

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