14.01.2026
Stehe dazu …… !!!!!!!

In einem Interview mit der Mainzer Allgemeine Zeitung Rheinhessen zu meinem...

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07.01.2026
„Kann man das glauben“

Am Tag nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag bin ich mit dem Fahrrad von Rüdesheim an der Nahe, am Ellerbach an die Nahe, durch den Schlosspark in Bad Kreuznach, bei klirrender Kälte nach Bad Münster am Stein gefahren.

Bei strahlend blauem Himmel, lag in der Wintersonne die Ebernburg vor mir.

                                                            

Die Gedanken des kleinen Philosophen gingen zurück ins 15 Jahrhundert. Die Ebernburg erhielt durch den Humanisten Ulrich von Hutten, einen Freund Franz von Sickingens, in einer Streitschrift zur Bannbulle Exsurge Domine, die Papst Leo X. gegen den Reformer Martin Luther erlassen hatte, den Beinamen „Herberge der Gerechtigkeit“. Dies bezog sich indirekt darauf, dass Franz von Sickingen Luther, als dieser auf dem Weg zum Reichstag zu Worms 1521 war, Asyl auf der Ebernburg angeboten hatte. Luther nahm jedoch das Angebot nicht an, sondern floh, vom Wormser Reichstag am 16. Mai 1521, für vogelfrei erklärt, unter dem Decknamen Junker Jörg auf die Wartburg. Andere Reformatoren dagegen, die als Anhänger Luthers ebenfalls verfolgt wurden oder ihre Stellungen verloren hatten, nahmen das Angebot Sickingens an.

Man kann das auch als internen Kirchenkrieg bezeichnen.

In den letzten drei Tagen haben sich die Vertreter Gottes auf Erden, bis in die höchste Führungsetage in Rom sichtlich bemüht für Frieden auf Erden zu beten und die apokalyptischen Reiter unserer Zeit – Putin, Trump, Erdoğan, Kim Jong Un und weitere Tyrannen, bis zu den Nazis, zu bannen, mit der Behauptung, Gott sei auf Erden gelandet und Mensch geworden, um uns ein für alle Mal von der endlos sich drehenden Spirale der Gewalt und des Hasses zu erlösen.

Bruchlandung?

Der aktuelle Leo XIV in Rom, im Job auch Papst genannt, rief auf „Möge das Dröhnen der Waffen verstummen und mögen die beteiligten Parteien, unterstützt durch das Engagement der internationalen Gemeinschaft, den Mut finden, einen ehrlichen, direkten und respektvollen Dialog zu führen“.

Der Papst spendet nach diesen beeindruckenden Worten den Segen Urbi – der Stadt Rom – und Orbi – dem Erdkreis, was immer Segen auch ist. Leo XIV „Freut euch im Herren, heute ist uns der Heiland geboren, heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen! Christus als offene Tür der Hoffnung“.

Der „zweite Stellvertreter Gottes auf Erden – Herr Trump“ hat das anscheinend falsch verstanden und ist in Venezuela eingeflogen, mit vielen Toten, hat Madruo den Präsidenten widerrechtlich verhaftet und hatte kein Mandat für den Angriff auf ein fremdes Land. Okay – vielleicht hat er ein Mandat von höherer Stelle bekommen, die ihn ja schon oft geschützt hat. Dann können wir das einmal bis in die kleinste menschliche Einheit spielen, Selbstjustiz dann überall erlaubt.

Okay, die Hoffnung bei offener Tür auf dem Balkon des Papstes, steht vielleicht im Durchzug der niedrigen Beweggründe der Menschen, die Gott duldet.

Jetzt denken wir einmal kausal weiter. Der apostolische Segen, Urbi et Orbi, der vollkommene Ablass, der Sündenstrafen, sofern bestimmte Voraussetzungen – wie Beichte, Kommunion, Gebete, erfüllt sind.

In der Schlussfolgerung heißt dies, dass die apokalyptischen Reiter, wie oben erwähnt, den Ablass Ihrer Sünden bekommen, wenn sie die kleinen Voraussetzungen erfüllen. Putin also für alle Morde, Zerstörung usw. der Ukraine usw, Trump für die Toten in Venezuela usw.

Parallel zu diesen hochheiligen Worten, mit sehr ernstem gläubigem Gesichtsausdruck, hat Putin seine Weihnachtsgeschenke in Form von Drohnen über die Ukraine abgeworfen. Im Gazastreifen sterben die Menschen an, nicht nur an den Bomben, sondern auch an Unterernährung, Hygiene usw., was die gläubigen Israelis nicht stoppen wollen. Dies hat mit Antisemitismus nicht zu tun, sondern ist Völkermord, nach dem Glaubensgrundsatz Auge um Auge, Zahn um Zahn, dem Tailon-Prinzip.

Im Sudan, Äthiopien, Nigeria, Somalia, Mali, Demokratische Republik Kongo, Myanmar (Rohingya-Krise), Kolumbien, Haiti, Mexiko usw. wüten die Kriege, die aber in den öffentlichen Medien, auch in der öffentlich-rechtlichen kein Interesse finden.

Also irgendwie machen die Vertreter Gottes auf Erden hier etwas falsch, den der Papst sagte, „Heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen“, bei dem Segen Urbi et Orbi.

Wohin ist er gestiegen oder ist das 8 Gebot der Bibel (2 Mose 20,12) in Rom nicht bekannt. Könnte durchaus sein, denn oft, kennen die Vertreter Gottes auf Erden ihre eigenen Schriften nicht.

Also stelle ich mir die Frage „Kann man das ganze Gerede glauben“, selbst ich, der als Agnostiker weit vom Glauben entfernt ist, hat hier Schwierigkeiten, zu folgen, bei diesem Leid, Mord usw. was auf Erden herrscht, wo überall auf dem Erdkreis der Segen des Papstes geschickt wurde.

Ich persönlich glaube dann schon mehr oder kann dies unterzeichnen, was auf Weltversammlung für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung in Seoul 1990 formuliert wurde:

„Wir verpflichten uns, unsere persönlichen Beziehungen gewaltfrei zu gestalten. Wir werden darauf hinarbeiten, auf den Krieg als legales Mittel zu Lösung von Konflikten zu verzichten. Wir verlangen von den Regierungen, dass sie eine internationale Rechtsordnung schaffen, die die Verwirklichung des Friedens dient“.

Nach den Neujahresgrüßen im zweiten ZwillingsBlick 2026 wünsche ich mir, dass wir das ganze große Gerede, ob im Glauben oder oder oder …. für den Frieden unterlassen, denn Worte sind leere Hülsen, wenn sie nicht mit Taten und Leben ausgestaltet werden.

Setzten wir uns aktiv für den Frieden ein, ohne plakative Worthülsen. Das sind wir der Gegenwart und Zukunft schuldig. Das Sterben und Morden auf der Welt müssen ein Ende haben.

Haben wir hier merkliche Schritte in Richtung Frieden in 2026 gemacht, können wir zu Silvester 2026/27 sagen, wir hatten ein erfolgreiches Jahr.


 













 

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